Studie
 
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am 14.03.2001

"Ecstasy" hat viele Synonyme, etwa "Adam", "Empathy", "Cadillac", "E", "Love-Drug", "XTC", "Harmony". Diese Namensvielfalt erscheint hoch, ist jedoch gemessen an der Zahl der möglichen chemischen Inhaltsstoffe der Droge gering. Wie Frühwarnsysteme und Tablettenanalysen beweisen, ist keinesfalls sichergestellt, daß Ecstasypräparate tatsächlich Methylendioxyamphetamine enthalten (MDMA, MDE, MDA, MBDB), welche der Droge ursprünglich ihren Namen gaben. Manchmal weisen Tabletten, die unter der Bezeichnung "Ecstasy" auf den illegalen Markt gelangen, stark halluzinogen wirkende synthetische Methoxyamphetamine (DOM, DOB, DOET) auf. In anderen Fällen handelt es sich um Substanzen, die überhaupt keine Rauschwirkung ausüben (Acetylsalicylsäure, Stärke). Die Orientierung im Bereich synthetischer Drogen wird zudem noch dadurch erschwert, daß es "den Ecstasykonsumenten" nicht gibt. Wie jüngere sozialwissenschaftliche Studien belegen, werden üblicherweise verschiedene Drogen mehr oder weniger gleichzeitig konsumiert. Der größte Teil der Ecstasykonsumenten ergänzt die Tabletteneinnahme durch Cannabis- und Amphetamin-("Speed"-)Konsum, und manche nehmen zusätzlich noch LSD und Kokain ein. Geläufig ist also die Kombination botanischer illegaler Drogen mit "Designerdrogen". Dieser Umstand zog eine weitere Begriffsbildung nach sich. Wenn heute von "Partydrogen" die Rede ist, dann soll damit zum Ausdruck gebracht werden, daß synthetische und botanische Drogen und "Feiern" für eine bestimmte Jugendgruppierung zusammengehören. Weil die Konnotation dieser Vokabel aus einer drogenpräventiven Perspektive problematisch ist, wird im vorliegenden Beitrag ganz überwiegend von Ecstasy-Konsumenten gesprochen, selbst wenn man dem Sachverhalt hinsichtlich polytoxikomaner Gebrauchsmuster damit nicht vollkommen gerecht wird.

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